FelderhofBlog

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Ratsgremium befürwortet erneute Offenlage des B-Plans

Im Januar befassten sich die Ratsgremien der Stadt Ratingen mit dem Beschluss der erneuten Offenlage. Dieser ist notwendig geworden auf Grund von Aktualisierungen der Lärmschutzverordnung (Schall 03) und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Kreisbehörde im Rahmen der ersten Offenlage

. Während der Bezirksausschuss West die erneute Offenlage ablehnte, wurde diese im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP beschlossen. Abschließend wird der Rat im Februar hierüber befinden.

Das Ratinger Wochenblatt berichtet ausführlich über den Termin vom 12. Januar des Bezirksauschuss West: http://www.ratinger-wochenblatt.de/ratingen/content/news/newsDetail.html?command=display&btUid=bt_NewsArticle&iDf_id=c0a86617:-47a7bdc8:1523b59e85a:-51f1

Die Rheinische Post berichtet über Bedenken der Bürger Union:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/bu-felderhof-ii-wird-zum-wohnghetto-aid-1.5717724

Wir können die Bedenken der Bürger Union natürlich nicht teilen, zumal die Bebauung im Felderhof I vergleichbar ist und mit einer weiteren großen privaten Grünanlage ist das neue Baugebiet durchaus aufgelockerter bebaut. Auch die Gebäude des Geschosswohnungsbaus sollen wie am Felderhof 1 drei-geschossig mit einem Staffelgeschoss errichtet werden. Lediglich im Eingangsbereich gegenüber LIDL wird es vier-geschossig wie übrigens bereits vom Rat im Jahr 2011 gefordert.

Entgegen der Behauptung der Bürger Union sprechen sich die Gutachter nicht gegen ein Bebauung aus, sondern sehen durch die geplanten Lärmschutzmaßnahmen alle gesetzlichen Vorgaben für eine gesunde Wohnnutzung eingehalten.

Felderhof 2 fügt sich – wie hier gut zu erkennen – in die Umgebungsbebauung ein:

Lufbild

Luftbild: Copyright Geobasis NRW 2016

 

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5 Kommentare zu “Ratsgremium befürwortet erneute Offenlage des B-Plans

  1. Dr. Dietrich
    26. Januar 2016

    Gesund ist anders wenn man nur in der „überwiegenden Mehrzahl“ der Fassaden im 1. OG die 60,0 dB(A)nachts nicht überschreitet und die Kinder draußen im Garten Beurteilungspegel (auf 2,50 m Höhe berechnet) von bis zu ca. 58 dB(A)- also eine erhebliche Überschreitung der Richtwerte der DIN 18005-1 („Schallschutz im Städtebau“)- ertragen sollen.
    Dabei sind diese Richtwerte im Vergleich mit z.B. den Lärmrichtwerten im Büro (DIN EN ISO 11690–1) ohnehin schon extrem hoch.
    Die Berechnungen sind zudem nur nach Schall03 und nicht auch nach der für Lärmkartierung vorgeschriebenen strengeren VBUSch berechnet worden und berücksichtigen z.B. lediglich die Schienenverkehrsprognose der nächsten 9 Jahre !

    Die Schließung des Bahnübergangs Sandstraße mit Anbindung an die Straße Zur Spiegelglasfabrik wurde ebenfalls erstmals planerisch ausgeschlossen und die Immissionsrichtwerte für das Wohngebiet wurden jetzt an dieser Stelle einfach auf die Mischgebietswerte von 60 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts erhöht damit die Planung gerade noch ins Gesetz passt.

    Der Boden ist auch gesund. Die Auffüllung einer 0,6 m mächtigen Oberbodenschicht erfolgt ja nur aus Vorsorgegründen zur Vermeidung eines direkten Kontaktes des Menschen mit den Abfallmaterialien die dort als Auffüllungsmaterial entsorgt wurden und wird sicher „einen ausreichenden Wurzelhorizont“ für Pflanzen bilden.

    Die Stellungnahme z.B. des Kreisgesundheitsamtes und die zahlreichen anderen Fakten in den Einsprüchen zur ersten Offenlegung, die im Ratsinformationssystem im Original zu finden sind, sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache.

    Selbst wenn am Ende alle gesetzlichen Grenzwerte knapp unterschreiten würden macht das dieses hochbelastete Gewerbegebiet sicher nicht zu einem gesunden Wohngebiet für Familien ?!

    • InDor
      10. Februar 2016

      Bei dem vorliegenden Plangebiet handelt es sich aufgrund der gewerblichen Vorprägung und der Lage längs der Bahngleise um eine Fläche mit verschiedenen Restriktionen. Dies ist sich die Stadt Ratingen und der Vorhabenträger durchaus bewusst. Aus diesem Grunde wurden verschiedene Fachgutachten bereits frühzeitig im Planverfahren eingeholt, um die grundsätzliche Eignung der Fläche für eine Wohnnutzung zu überprüfen. Denn es wurde bereits vor mehreren Jahren das Potenzial erkannt, die von Wohnnutzung umgebende Fläche zukünftig als Wohnbaufläche zu entwickeln.
      Anhand der vorliegenden Gutachtenergebnisse und unter Berücksichtigung verschiedener Maßnahmen kann attestiert werden, dass sich das Plangebiet als Wohnbaufläche eignet und eine Wohnnutzung in Einklang mit den Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse gebracht werden kann. Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens wurden die Fachgutachten fortgeschrieben, aufgrund geänderter Richtlinien angepasst und fachlich abgestimmt. Somit wurde das Abwägungsmaterial durch die Gutachten sowie Stellungnahmen der Fachbehörden sowie der Öffentlichkeit angereichert. Unter Berücksichtigung der gegebenen Restriktionen, der rechtlichen Anforderungen, der Ergebnisse der Gutachten und der durchgeführten Beteiligungen sowie der daraus abgeleiteten Maßnahmen und Regelungen kann die vorliegende Planung als Ergebnis einer sachgerechten Planung angesehen werden.

  2. S. Aring
    25. Juni 2016

    Hallo,

    ich möchte darauf hinweisen, dass der

    Bebauungsplan FELDERHOF II, SW 263, 3. Änderung

    in der Zeit

    vom 04.07.2016 bis einschließlich 19.08.2016 erneut öffentlich ausgelegt wird

    Ort: Stadtverwaltung Ratingen, Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung,

    Verwaltungsgebäude Stadionring 17, 40878 Ratingen

    Zeit: während der Dienststunden.

    Da können alle Argumente wieder vorgetragen werden, die abwägungsrelevant sind.

    Freundliche Grüße

    Siegfried Aring

  3. J.
    7. Juli 2016

    Hallo,
    Ich war eben vor Ort in Ratingen und habe mir mal ein paar Unterlagen angesehen. Es waren zwei dicke Din A 4 Ordner. Auf den ersten Blick nicht wirklich etwas neues. Die Gutachten, die schon mal zur Diskussion stand sind hier nach zu lesen. Das was ich interessant war folgende Zeile:

    Im Anschluss an das Bauleitverfahren soll im zweiten Quartal 2016 mit den Erschließungsmaßnahmen begonnen werden. Ende 2016 sollen dann erste Baumaßnahmen im Bauabschnitt 1 im Südwesten des Plangebietes erfolgen. Insgesamt sind mehrere Bauabschnitte beabsichtigt, sie sich nach Norden hin entwickeln, ggf können jedoch auch an der nördlichen Flanke Baumaßnahmen vor gezogen werden. Der Umsetzungszeitraum für das Plangebiet beträgt ca. 5-7 Jahre.

    Jetzt bin ich in der tat gespannt, wann es los gehen wird.

  4. Dr. Dietrich
    26. Mai 2017

    Hallo J., angesichts der Panik der Verwaltung in Ratingen bei der Baulandsuche sogar in unseren Stadtparks oder auf unseren Sportplätzen, gerade in Alt Eckamp, wird immer klarer, daß sich das Felderhof II Gebiet anscheinend nicht einmal mehr für den sozialen Wohnungsbau oder die dringend benötigten weiteren Kindertagesstätten eignet ? Mit dem vierspurigen Ausbau des CODE24 TEN-T-Rhine-Alpine Core Network Corridor Rotterdam-Genua für den europäischen Hochgeschwindigkeitsgüterverkehr – jetzt wo auch der Gotthardtunnel fertig ist – der parallel geplanten Westbahn und dem LIDL Neubau sollte die Fläche ein kleines Gewerbegebiet bleiben und endlich mal für den dringend benötigten Ratinger Handwerkerhof und das geplante Gründerzentrum mit FabLab und Start Up Ansiedlung umgeplant werden ?

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 26. Januar 2016 von in Planungsstand, Startseite, Umgebung und getaggt mit , , , , , , .

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