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Informationen zum Projekt

Schalltechn. Untersuchung …

…Anmerkungen:

Es wurde eine aktualisierte schalltechnische Untersuchung erstellt. Dies geschah mit dem Ziel, ein umfassendes Maßnahmenkonzept zum Immissionsschutz zu erarbeiten.

Der Lärmkonflikt lässt sich auf den östlichen Rand des Plangebietes begrenzen, da der Schienenverkehrslärm als einzige wesentliche Lärmart zu verzeichnen ist. Zudem verbleiben auch hier ruhigere lärmabgewandte Fassadenbereiche.

Darüber hinaus gilt es bei der Abwägung folgende (relativierenden) Aspekte zu berücksichtigen:

  • Es wurde eine worst-case-Bewertung unter Beachtung der ungünstigsten, anzunehmenden Fallgestaltungen vorgenommen. Es wurden die Prognosewerte für das Jahr 2025 berücksichtigt. Die realistisch einzuschätzenden Werte und Annahmen dürften eher geringer einzuordnen sein.
  •  Die in der schalltechnischen Untersuchung zu Grunde gelegten Fahrgeschwindigkeiten und Zuglängen stellen ebenfalls eine worst-case-Bewertung dar.
  • Die moderne und schallärmere Zugtechnik ist unberücksichtigt, somit ist zukünftig auch diesbezüglich mit einer Verbesserung in Bezug auf den Immissionsschutz zu rechnen.
  • Bei der schalltechnischen Untersuchung wurde die schallabschirmende Wirkung der Gebäude im Plangebiet nicht berücksichtigt. Somit werden wiederum günstigere Ausgangswerte für die weiter westlich gelegenen Baugebiete erwartet.

Daher ist insgesamt davon auszugehen, dass aufgrund vorgenannter Aspekte die Lärmauswirkungen durch Schienenverkehr tatsächlich geringer sein werden, als dies in der schalltechnischen Untersuchung prognostiziert wurde.

Die Stadt Ratingen ist aber der Auffassung, dass durch die festgesetzten umfangreichen Maßnahmen zum Immissionsschutz auch im Falle einer worst-case-Betrachtung eine ausreichende Wohnqualität innerhalb des Plangebietes erzielt werden kann.

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3 Kommentare zu “Schalltechn. Untersuchung …

  1. Siegfried Aring
    13. Mai 2013

    Die vorgesehenen Massnahmen im B-Plan sind nicht geeignet, eine ausreichende Wohnqualität im Gebäude und im Freiraum herzustellen, das Problem der Erschütterungen ist nicht gelöst. Die erstellten vom Träger beauftragten Gutachten sind technisch konstruktiv, verkennen aber die Empfindungslage der (später) Betroffenen; hier sind die real empfundenen Beeinträchtigungen der Bewohner Haarbach Höfe höher einzuschätzen unmd entsprechend zu werten. Eine Wichtung und Wertung muß im Bauleitplanverfahren erfolgen, beim späteren Baugenehmigungsverfahren ist das zu spät, oder führt zur Verantwortlichkeit des Plangebers, was er hier hoffentlich im Vertrag als Ri9siko an den Träger weitergegeben hat.
    Die Bahn schreibt selbst zum Lärm- und erschütterungsthema :
    Schienenverkehr und Erschütterungen

    Im Umfeld einer Eisenbahnstrecke treten zum Teil für den Menschen wahrnehmbare Erschütterungen auf.

    Fahrende Züge erzeugen mechanische Schwingungen, die entweder als Körperschall über das Erdreich oder aber als Luftschall übertragen werden. Der Körperschall, der mit zunehmendem Abstand abnimmt, breitet sich im Erdreich wellenförmig aus und kann sich von dort über das Fundament in ein Gebäude übertragen. Im Gebäude können durch die Wellen des Körperschalls Schwingungen auftreten, die wiederum Wände und Decken in ihren Resonanzen anregen. Dieses „Vibrieren“ kann der Mensch über den Tastsinn wahrnehmen. Werden durch die Schwingungen der Decken und Wände hörbare Schallwellen erzeugt, spricht man von sogenanntem „sekundären Luftschall“. Weitere Informationen zum Thema Luftschall finden interessierte Leserinnen und Leser unter dem Punkt „Schallschutz“.

    Eine direkte Beeinträchtigung oder Schädigung der Gebäudesubstanz -zum Beispiel durch Risse im Mauerwerk oder Putz- durch die vom Schienenverkehr erzeugten Körperschallwellen ist jedoch auch bei sehr dicht an der Bahnstrecke stehenden Gebäuden nicht zu befürchten.

    Allgemeine Informationen zum Luftschall finden interessierte Leser unter dem Punkt „Schallschutz“.

    Rechtliche Grundlagen

    Erschütterungen gehören zu den Immissionen, die im Bundesimmissionsschutzgesetz -kurz BImSchG- ausdrücklich erwähnt werden.

    Allerdings enthält weder das BImSchG noch die ergänzenden Verordnungenen verbindliche Regelungen, die Immissionsgrenzwerte oder ein Prognose- und Beurteilungsverfahren für Immissionen infolge von Erschütterungen und sekundärem Luftschall an Eisenbahnverkehrswegen festlegen. Der Vorhabenträger ist daher gezwungen, bei der Ermittlung und Beurteilung auf ergänzenden Sachverstand zurückzugreifen. Dieser kommt unter anderem in technischen Regeln (z.B. DIN, VDI-Richtlinien) zum Ausdruck. Auch die allgemeinen Grundsätze der Rechtsprechung liefern hierzu Anhaltspunkte. Danach sind die aus den bestehenden Anlagen hervorgehenden Immissionen in jedem Fall als Vorbelastung anzurechnen. Im Rahmen der Erarbeitung der weiteren Planungsunterlagen sind umfangreiche Untersuchungen vorgesehen, um die Einwirkungen aus den bestehenden Anlagen des Eisenbahnverkehrs anhand exemplarischer Messungen entlang der Gesamtstrecke zu ermitteln und zu dokumentieren. Weiterhin werden die durch die Baumaßnahme zu erwartenden Änderungen prognostiziert und beurteilt.

    Mögliche Schutzmaßnahmen

    Die Möglichkeiten zur Minderung der Entstehung oder Ausbreitung des durch den Eisenbahnbetrieb hervorgerufenen Körperschalls sind an bestehenden oder auszubauenden Bahnstrecken eng begrenzt. Eine gewisse Minderung kann ggf. durch die elastische Lagerung des Oberbaus, z.B. durch Einbau von speziellen Schwellen erreicht werden. Dabei sind sowohl Einbaumöglichkeiten als auch tatsächliches Minderungspotential im Einzelfall genau zu prüfen. Zitat Ende.

    Im Ergebnis hilft bei der Problematik nur –> ABSTAND ! Manche Gebiete sind eben für Wohnungsbau ungeeignet .
    Freundliche Grüsse
    Siegfried Aring

  2. InDor
    16. Mai 2013

    Guten Tag Herr Aring,
    seit Mitte März 2013 liegt der Stadt Ratingen die überarbeitete Planung inklusive Schallschutzbeurteilung und Erschütterungsgutachten vor. Auch eine rechtliche Bewertung wurde der Stadt übergeben.

    Der vorgelegte Bebauungsplan entspricht den Anforderungen an ein sachgerechtes Schallschutzkonzept.
    Durch die nunmehr vorgezogene Erstellung des Erschütterungsgutachtens konnten auch diese Bedenken ausgeräumt werden. Wenn hierüber eine Abstimmung mit der Stadt Ratingen erfolgt ist, wird die neue Vorlage für die politischen Gremien erstellt . Hierin werden dann alle Details nachzulesen sein.

    Mit freundlichen Grüße
    Ihr InDor Team

    • Siegfried Aring
      26. August 2013

      Hallo,
      in der neuen Sprachregelung wird bei den Erschütterungsproblemen auf das Baugenehmigungsverfahren verwiesen, das ist unzulässig.
      Bereits im Bauleitplanverfahren muß allumfassend das Abwägungsmaterial zusammengetragen werden und eine Planung konzipiert werden, die gesundes WOHNEN garantiert, das liegt in der Verantwortung des Plangebers und da geht er/sie (die Stadt) bei der Normenkontrolle bei Fehlern enorme Risiken ein. Insofern läßt die Verzögerung auf die verständliche Unsicherheit der Entscheider schließen, zumal das vorherige Planungsrecht unproblematisch war.
      Mit freundlichem Gruß
      Siegfried Aring

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