FelderhofBlog

Informationen zum Projekt

Sanierung des Bodens

Ein im Mai 2001 zwischen der damaligen Grundstückseigentümerin und dem Landrat, Kreis Mettmann geschlossener Sanierungsvertrag sieht die Sanierung von  Bodenbelastungen vor.

Das Grundstück des Felderhofs II wurde bis in die 1960er Jahre als Standort einer Spiegelglasfabrik genutzt. Nach dem Auslauf der gewerblichen Nutzung wurden die alten Gebäude in den Jahren 2001 und 2002 abgerissen. Im Anschluss an den Abriss sollte sich wieder eine gewerbliche Nutzung anschließen. Für diese Nachnutzung wurde das Grundstück aufbereitet und der Boden entsprechend saniert. Die Art und Weise der Sanierung wurde in einem Sanierungsvertrag, der zwischen dem ehemaligen Grundstückseigentümer und dem Kreis Mettmann im Juli 1999 geschlossen wurde, festgelegt.

Für das seit 2002 brachliegende Gelände konnte allerdings bisher kein Interessent für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben gefunden werden. Da demgegenüber die Nachfrage nach Einfamilienhäusern im innerstädtischen Gebiet nach wie vor sehr groß ist, kam in Abstimmung mit der Stadt Ratingen die Idee auf, anstelle einer Gewerbefläche ein Wohnbaugebiet auszuweisen. Durch die wohnbauliche Entwicklung der innerstädtischen Brache könnte die bereits vorhandene Infrastruktur genutzt und eine Zersiedelung des Landschaftsraums, etwa durch zusätzliche Wohngebiete in Stadtrandlage, vermieden werden.

Mit den Überlegungen, auf dem Grundstück ein neues Wohngebiet zu errichten, trat natürlich auch das Thema von möglichen Bodenverunreinigungen in den Vordergrund. In Kenntnis dieser Bedenken wurde in Abstimmung mit dem Kreis Mettmann und dem Amt für Grünflächen und Umweltschutz der Stadt ein Sanierungskonzept erarbeitet, um eine unbedenkliche Flächennutzung zu gewährleisten. Ein Ingenieurbüro untersuchte daraufhin die durchgeführten Sanierungsarbeiten im Hinblick auf eine Wohnnutzung.

Hierbei wurde festgestellt, dass in zwei Bereichen, den sogenannten Linsen, weiterer Sanierungsbedarf im Hinblick auf eine Wohnnutzung besteht. Die Böden sind in diesen zu entfernen und durch unbelastete Böden zu ersetzen. Die beiden Bereiche haben eine Ausdehnung von ca. 7 auf 22 Meter bzw. 20 auf 25 Meter, insgesamt somit ca. 650 m² bei einer Gesamtgröße des Baugebietes von ca. 64.000 m². In den übrigen Bereichen sind zum Teil noch Auffüllmaterialien vorhanden, bei denen jedoch kein Sanierungsbedarf besteht. Aus Vorsorgegründen und zur Gewährleistung eines ausreichenden Wurzelhorizontes ist vorgesehen hier für die Mehrzahl der Zier- und Nutzpflanzen eine 60 bis 90 cm dicke Oberbodenschicht aufzubringen.

Alle oben beschriebenen noch durchzuführenden Maßnahmen werden in einem zwischen dem Grundstückseigentümer und der Stadt Ratingen noch abzuschließenden städtebaulichen Vertrag geregelt. Hierbei verpflichtet sich der Grundstückseigentümer, die noch durchzuführenden Arbeiten auf eigene Kosten vorzunehmen.

Es wird somit sichergestellt, dass nach Abschluss der noch ausstehenden Sanierungsarbeiten das Gelände insgesamt den gesetzlichen Anforderungen für Wohngebiete entspricht. Bereits Grundwassermessungen aus den Jahren 2004 und 2005 ergaben keine Schadstoffbelastungen, die einer Wohnbebauung entgegenstehen.

Auf dem Grundstück wurden Grundwassermessstellen eingerichtet um mögliche Grundwasserverunreinigungen festzustellen

Auf dem Grundstück wurden Grundwassermessstellen eingerichtet um mögliche Grundwasserverunreinigungen festzustellen

Die Bebauung des Gebietes mit Wohngebäuden wird also erst beginnen, wenn die Unbedenklichkeit des Baugrundes hergestellt ist.

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6 Kommentare zu “Sanierung des Bodens

  1. Klaus Vienken, Rügenstr. 8 40880 Ratingen
    1. Mai 2012

    Wenn die belasteten Linsen im Baugebiet wirklich so klein sind, warum gehen Sie der langjährigen öffentlichen Diskussion über die Bodenverunreinigung nicht dadurch aus dem Weg, dass sie das belastete Erdreich einfach ausheben und abfahren. Sie glauben aber möglicherweise selbst nicht an die angeblich geringe Restbelastung, da Sie den bislang in dieser Richtung vollzogenen Maßnahmen selbst nicht trauen und keine böse Überraschung erleben möchten. Sie sollten sich in diesem Zusammenhang einmal mit der Stadt Dortmund in Verbindung setzten und sich dort die Unterlagen über ein Eigenheimbaugebiet der 80-er in Dortmund Dorstfeld ansehen. Möglicherweise vergeht Ihnen dann die Lust, ein möglicherweise vergleichbares Problemgrundstück mit Eigenheimen zu bebauen. Es bleibt für Felderhof II festzuhalten, die Altlastenerfassung und die bislang vollzogene Beseitigung ist nicht einwandfrei dokumentiert und damit problembehaftet.

  2. InDor
    1. Mai 2012

    Würden Sie einem Autohändler 5.000,- Euro überweisen ohne zu wissen ob dieser Händler Ihnen überhaupt ein Auto verkaufen wird? Ähnlich verhält es sich in diesem Fall. Wenn wir nicht wissen ob der Bebauungsplan geändert wird, warum sollten dann die Linsen saniert werden. Es besteht zur Zeit kein Handlungsbedarf den Boden in den o.g. Bereichen auszutauschen. Die Rechtskraft des Bebauungsplanes tritt erst dann in Kraft, wenn ein Sanierungsvertrag abgeschlossen wurde in dem wir uns verpflicheten die im Vertrag vereinbarten Maßnahmen durchzuführen. Die durchzuführenden Maßnahmen werden durch das Umweltamt der Stadt Ratingen und dem Kreis Mettmann nach den gesetzlichen Vorgaben festgelegt.

  3. Klaus Vienken, Rügenstr. 8 40880 Ratingen
    1. Mai 2012

    Das Beispiel von Ihnen hinkt, da nach meinem Kenntnisstand bereits nach den bestehenden Grundstücksverträgen die Sanierungsarbeiten vom Grundstückseigentümer hätten längst vorgenommen sein müssen. Außerdem kann ich, wenn die „Restsanierung“ tatsächlich nur noch ein so kleines Volumen hat, nicht vestehen, wie Sie durch die zögerliche Haltung den Gegenern dieses Projektes über Jahre eine ideale Angriffsfläche bieten. Manchmal ist auch sinnvoll, eine überschaubare Investition in eine noch nicht gänzlich abgesicherte Erwartung vorzunehmen, um Projektgegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ihr zögerliches Verhalten liegt nach meiner Einschätzung in weiteren Sanierungsrisiken, über die sie natürlich nicht gerne öffentlich diskutieren möchten.

  4. InDor
    7. Mai 2012

    Wie bereits in unserem Artikel zum Thema Boden dargestellt , werden die noch notwendigen Sanierungsmaßnahmen für die Realisierung von Wohnungsbau in einem städtebaulichen Vertrag mit der Stadt Ratingen geregelt. Dort verpflichtet sich InDor diese Arbeiten auf eigene Kosten durchzuführen. Diese Maßnahmen nicht vorzuziehen macht durchaus Sinn, weil
    a) Kein akuter Handlungsbedarf besteht, da weder eine Grundwassergefährdung derzeit vorliegt, und auch keine weiteren Belastungen für die Umwelt dringenden Handlungsbedarf auslösen
    b) Im Zuge der anstehenden Baumaßnahmen für die Wohnbebauung (Erschließung, Baugrundherstellung) wird die Sanierung unter gutachterlicher Begleitung in einem Zug durchgeführt. Dies stellt sowohl wirtschaftlich als auch im Hinblick auf die Belastungen durch Baustellen für die Umliegende Wohnbevölkerung eine optimale Lösung dar.

  5. Nach meinem Urlaub habe ich erst jetzt über die eingerichtete“ felderhofblog“ gelesen. Ich nehme an, anderen Bewohnern geht es genauso!. Mit wenigen Klicks ist es nicht getan. Ich brauchte ca. 1/2 Stunde, um die einzelnen Themen durchzulesen und die Fakten zu verstehen. Bevor dieses Wohngebiet gebaut wird, müssen doch erst einmal die Altlasten beseitigt werden.Die beiden Giftblasen, laut Frau Schnitzler vom Kreisumweltamt, sind bis heute nicht beseitigt. Sollte dies jemals in Angriff genommen werden, muss dieser Termin, von wem auch immer, öffentlich bekannt gegeben werden.Dei Baufirma hält sich da heraus. Sie will
    die Sanierung erst in Angriff nehmen, wenn das Projekt in trockenen Tücher ist.

    Danach kann über die anderen ungeklärten Dinge wie zu dichte Bebauung, zu geringerer Abstand zur Bahn,
    keine öffnentlichen Grünflächen, keine Spielplätze, Verkehr nicht geregelt und ..und ..und …gesprochen werden.

    Ich glaube, dass sich noch viele Bewohner vom Feldehof melden werden, um das Projeht zu verhindern
    bzw.es zu verbessern!!

  6. InDor
    18. Mai 2012

    Uns ist bekannt, dass man nicht mit wenigen „Klicks“ den Sachverhalt ausreichend darstellen kann. Hierfür sind die Themen einfach zu komplex. Wir glauben jedoch, dass wir in diesem Blog die wichtigsten Themen aufgearbeitet haben, was auch die Kommentare zu den einzelnen Bereichen zeigen.

    Zu Thema der zeitlichen Abfolge der Altlastenbeseitigung ist bereits ausführlich Stellung genommen worden.

    Wenn einzelne Bereiche zeitlich getrennt voneinander behandelt werden, besteht die Gefahr, dass die Abhängigkeiten untereinander nicht ausreichend berücksichtigt werden.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 25. April 2012 von in Boden, Startseite und getaggt mit , , , , , , .
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