FelderhofBlog

Informationen zum Projekt

Schallschutz

Zum Schutz der zukünftigen Anwohner wurde bei der Aufstellung des Bebauungspans schalltechnische Untersuchungen durchgeführt und Maßnahmen zur Abschirmung erarbeitet und geprüft.

Gegebenheiten:

Das Gebiet umfasst den Bereich zwischen der Güterzuglinie Düsseldorf – Duisburg, der Volkardeyer Straße und der Straße Felderhof. Südlich angrenzend befindet sich bereits Wohnbebauung (Felderhof I). Durch die Lage neben der Bahntrasse wirkt insbesondere Schienenverkehrslärm auf das Plangebiet ein, der bei Tag und bei Nacht nahezu gleiche Lärmwerte aufweist.

Vorgehen:

Im Gegensatz zu der bisherigen Gebietsfestsetzung als Gewerbefläche, sieht die neue Planung durch die Firma InDor Wohnbebauung vor – analog zum südlichen Wohngebiert Felderhof I. Mit der angestrebten Bebauungsplanänderung würde sich eine erhöhte Schutzwürdigkeit für das Gebiet ergeben. Aus diesem Grund wurde bereits frühzeitig eine umfangreiche schalltechnische Untersuchung erarbeitet, damit die Schallimmissionen und die damit verbundenen Problemstellungen bei der Planung entsprechend berücksichtigt werden können. Auf Grundlage der ermittelten Immission, also die individuelle Geräuschbelastung innerhalb des Plangebiets, wurden verschiedene Schallschutzmaßnahmen untersucht.

Geplante Maßnahmen:

Im vorliegenden Fall wird eine Mischung von aktiven und passiven Maßnahmen analog zum südlich anschließenden Wohngebiet Felderhof I angestrebt.

Schallschutzwand Felderhof I

Schallschutzwand Felderhof I

Eine aktive Maßnahme stellt die bahnparallele Lärmschutzwand dar, die wie im Nachbargebiet den maßgeblichen Lärm abfangen kann. Auf Basis des Schallschutzgutachtens wurden verschiedene Varianten und Höhen geprüft und Immissionsberechnungen durchgeführt. Unter Berücksichtigung der vorgesehenen Schallschutzwand mit einer Höhe von etwa 5 Metern ergeben sich deutliche Minderungen der Lärmbelastung tags und nachts. Um eine Pegelerhöhung auf der gegenüberliegenden Seite der Eisenbahntrasse zu vermeiden, sieht die Planung vor, die Schallschutzwand auf der gleiszugewandten Seite schallabsorbierend auszuführen. Gutachtlich kann bestätigt werden, dass die Errichtung der schallabsorbierenden Lärmschutzwand keine wesentlich negativen Auswirkungen auf die östlich angrenzende Wohnbebauung haben wird. Ferner verpflichtet sich der Investor unabhängig von dem Bauleitverfahren eine zusätzliche Lärmschutzwand östlich der Bahn zu errichten, um die geringfügigen Reflexionen der hinzukommenden Lärmschutzwand anzufangen.

Zusätzlich sollen passive Maßnahmen am Gebäude wie beispielsweise Schallschutzfenster und eine mechanische Belüftung zusätzlichen Schallschutz garantieren.

Diese Vorgaben finden verbindlichen Einzug in die planungsrechtlichen Festsetzungen. Somit ergibt sich ein tragfähiges Maßnahmenkonzept zur Bewältigung des Schienenverkehrslärms. Das südlich anschließende Wohnquartier Felderhof I zeigt bereits in der Realisierung, dass qualitativ hochwertiges Wohnen mit einem hohen Freizeitwert und entsprechender Wohnruhe in Nachbarschaft zu der Bahntrasse in der Praxis konfliktfrei funktionieren kann.

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5 Kommentare zu “Schallschutz

  1. Carsten lorenzen
    30. April 2012

    Am besten “ gefällt“ mir Ihr Komentar das im „wesentlichen keine negativen “ Auswirkungen auf die östlich angrenzende Wohnbebauung zukommen wird. Ha, Ha für wie belämmert halten Sie uns eigentlich?
    Ich plädiere für eine gleich hohe Lärmschutzwand auf beiden Seiten und ich werde mit meinem Ratsmitglied Klaus Weber Ihre Planung genau im Auge behalten.

  2. InDor
    30. April 2012

    Die Auswirkungen zur Schallimmission der Bahnstrecke wurden in den erstellten Gutachten umfangreich untersucht. Die notwendigen Maßnahmen zur Schallreduzierung werden in den o.g. Artikel wiedergegeben. Der jetzige Bebauungsplan sieht im übrigen keine schallabsorbierende Schallschutzwand vor, weder auf der westlichen noch auf den östlichen Seite der Bahntrasse. Die zulässigen Verwaltungsgebäude und / oder Gewerbehallen würden hingegen den Schall eher reflektieren.

  3. Klaus Vienken, Rügenstr. 8 40880 Ratingen
    30. April 2012

    Bei den hochgelobten Schallschutzmaßnahmen gehen Sie doch sicher von der derzeitigen Nutzung der Bahnstrecke aus. Es muß aber nach den internen Planungen der Bahn mit einer erheblichen Erhöhung der Frequenz auf dieser Strecke in den nächsten 10 Jahren gerechnet werden. Haben Sie die Bewohner des vorhandenen Baugebietes einmal zur Beeinträchtigung durch die Bahn befragt? In dem neuen Bauabschnitt liegen die Gleise noch wesentlich näher. Sind für die Planer Schallschutzfenster mit tatsächlicher Wohnqualität vereinbar?

  4. InDor
    18. Mai 2012

    Bei der Berechnung der Schallimmissionen durch den Schienenverkehr werden im weiteren Verfahren die Prognosewerte der Deutschen Bahn AG bis in das Jahr 2025 für die Frequentierung der Strecke zugunde gelegt. Nicht berücksichtigt werden die schallmindernden Maßnahmen der Schienen- und Zugtechnik, die weiter zur Schallminderung beitragen werden.

    Der Einbau von Schallschutzfenstern, was heute Stand der Technik ist, trägt ebenfalls zur Minderung der Schallimmissionen bei. Es ist dabei keineswegs so, dass man diese Fenster nicht öffnen kann. Ferner wird bei der städtebaulichen Planung und der Grundrissgestaltung der Häuser die Lage im Baugebiet berücksichtigt was weiter zur Schallreduzierung beiträgt.

  5. Marco
    17. Juli 2014

    Auch nachträglich lassen sich Schallimmissionen reduzieren, beispielsweise über spezielle Folien wie auf http://www.folien-hannover.de die man auf die Fensterglasflächen klebt. Somit sollte man sich nicht immer nur über alles beklagen, sondern man kann durchaus auch selber für eine Reduzierung sorge tragen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. April 2012 von in Schallimmissionen, Startseite und getaggt mit , , , , , , .

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